Projekt · B2B-Handel
Shop-Relaunch mit Warenwirtschaftsanbindung
Ein Shop mit 18.000 Artikeln, kundenindividuellen Preisen und einer Ladezeit von über sechs Sekunden. Nach dem Relaunch lädt er in unter einer Sekunde – bei gleichem Sortiment.
Projektsteckbrief
Nr. 03
- Auftraggeber
- Fachhändler für Laborbedarf
- Branche
- B2B-Handel
- Standort
- Hamburg
- Jahr
- 2024
- Technik
- Shopware 6
- Next.js
- PostgreSQL
- Warenwirtschaft-Schnittstelle
Ergebnis
- Ladezeit (LCP)
- −84 %
- Conversion-Rate
- +41 %
- Abbrüche im Warenkorb
- −27 %
- Pflegeaufwand Preise
- 0 Std./Woche
Ausgangslage#
Der Shop lief auf einem stark angepassten Altsystem. 18.000 Artikel, dazu kundenindividuelle Preisstaffeln, die manuell gepflegt wurden – eine Mitarbeiterin verbrachte damit rund sechs Stunden pro Woche.
Die Ladezeit lag bei über sechs Sekunden bis zum größten sichtbaren Element. Im B2B‑Handel ist das weniger dramatisch als im Endkundengeschäft, weil Kunden kommen müssen. Aber die Abbruchquote im Warenkorb sprach eine deutliche Sprache.
Aufgabe#
Drei Ziele: deutlich schneller werden, die Preispflege automatisieren und die Bestandsführung mit der Warenwirtschaft synchronisieren.
Nicht Ziel war ein neues Design. Die Kunden kannten die Struktur und kamen damit zurecht.
Lösung#
Wir haben Shopware 6 als Datenhaltung eingesetzt und das Frontend mit Next.js neu gebaut – eine Headless-Architektur.
Der Geschwindigkeitsgewinn kommt aus drei Entscheidungen:
- Kategorie- und Artikelseiten werden vorgerendert und aus dem Zwischenspeicher ausgeliefert. Nur Preis und Verfügbarkeit werden live nachgeladen.
- Bilder werden in modernen Formaten (AVIF, WebP) und in der tatsächlich benötigten Größe ausgeliefert.
- Die Suche läuft über einen eigenen Index statt über Datenbankabfragen. Bei 18.000 Artikeln mit Synonymen macht das den Unterschied.
Die Preisstaffeln kommen jetzt direkt aus der Warenwirtschaft. Wird dort ein Kundenpreis geändert, ist er im Shop binnen Minuten aktiv.
Ergebnis#
Der Largest Contentful Paint liegt bei 0,9 Sekunden statt bei 5,8. Die Conversion-Rate ist um 41 Prozent gestiegen, die Warenkorbabbrüche sind um 27 Prozent zurückgegangen.
Der Pflegeaufwand für Preise liegt bei null. Die frei gewordene Arbeitszeit fließt in die Produktdatenqualität – Beschreibungen, Sicherheitsdatenblätter, technische Daten. Das zahlt wiederum auf die Sichtbarkeit bei Google ein.